200 Euro verdienen durch den Wechsel deines Versorgers

08. März 2016

11 Kommentare

Ein freier Nachmittag? Ein Stündchen am Abend?

Warum nicht einmal eben ein paar Euro nebenbei verdienen?

Wenn die Alternative irgendeine wahllose Sendung im Fernsehen ist, keine schlechte Idee oder?

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du mit dem Wechsel deines Strom- und Gasanbieters in weniger als 30 Minuten Cash-Boni von mehreren hundert Euro verdienen kannst. Der Aufwand ist minimal, das Resultat groß. Brich das einmal auf deinen Stundenlohn herunter 😉

200 Euro verdienen durch den Wechsel deines Versorgers

Was ist die Idee dahinter?

Es gibt wenige Branchen die ähnlich hart umkämpft sind wie der Markt für Strom- und Gasanbieter. Jeder buhlt um Kunden und versucht diese, neben den besten Tarifen, mit zusätzlichen Cashboni zu ködern. Besonders spannend ist in diesem Zusammenhang der „Sofortbonus“. Allein für den Wechsel zu einem neuen Anbieter zahlen dir diese einen Bonus. So ist es einfach möglich, mit nur einer Stunde Aufwand 100 bis 200 Euro zu verdienen. Ausgezahlt wird dieser Bonus in der Regel wenige Wochen nach Lieferbeginn durch den neuen Anbieter.

Warum geben mir die Anbieter Geld für einen Wechsel?

Der Mensch ist in der Regel faul.

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Vielleicht kennst du es sogar selbst. Einmal in die Wohnung eingezogen wird der örtliche Versorger bemüht und fertig. Wir vertrauen blind und sind zu faul zum Wechsel. Über Jahre läuft der Versorgungsvertrag ohne dass wir prüfen, ob es unter Umständen bessere und günstigere Angebote gäbe. Und genau das wissen auch die anderen Versorger. Mit einem einfachen Vergleich locken sie ihre Neukunden nicht mehr hinter dem Ofen her. Kaum jemand macht sich die Mühe, sich hinzusetzen in Unterlagen zu wälzen und den günstigsten Versorger zu finden. Deshalb greifen die Energieversorger zu anderen Mitteln. Dem Kunden muss ein Anreiz geboten werden zu wechseln oder sich zumindest mit dem Thema zu beschäftigen. Ein Sofortbonus ist dafür eine tolle Sache.

Das Ganze ist eine Win-Win-Situation. Der neue Versorger gewinnt einen neuen Kunden und hofft natürlich darauf, dass er mit einem einmaligen Wechsel plötzlich wieder faul wird und bei diesem Versorger dauerhaft bleibt. Der Sofortbonus ist nur ein kleiner Betrag, z.B. gemessen an der gesamten jährlichen Gasrechnung von häufig mehr als 1.000 Euro. Aber… Geld ist Geld.

Dieses Problem des Wechselanreizes ist übrigens in jeder Kunden-Lieferantenbeziehung ein entscheidender Punkt. Die Gewinnung eines Neukunden verursacht sehr viel höhere Kosten (an Personal, Geld, Ressourcen…), als die einfache Pflege einer Kundenbeziehung, bzw. die Weiterverpflichtung eines bestehenden Kunden.

Was denkst du wer den höheren Rabatt im Autohaus bekommt? Derjenige der seit 25 Jahren bei der gleichen Marke ist und seinem Verkäufer sagt, dass er niemals ein anderes Auto fahren möchte? Oder ist es doch eher derjenige, der mit einem fünf Jahre alten Auto der direkten Konkurrenz auf den Hof fährt und dem Verkäufer sagt, dass er eigentlich bei der Konkurrenz zufrieden ist, unter gewissen Umständen aber auch einen Wechsel in Betracht ziehen würde?

Nächstes Beispiel: Handyverträge. Wenn dein Vertrag erst einmal gekündigt ist, werden dir plötzlich Angebote gemacht um dich als Kunden zu behalten, die eine ganz andere Sprache sprechen als der einfache „Treuebonus“ bei Vertragsverlängerung. Warum? Gleicher Fall wie oben, das Behalten eines Kunden ist sehr viel günstiger als das Gewinnen eines Neukunden. Überleg einmal, wie viele Personen in der Fußgängerzone angesprochen werden müssen, bis einer einen Vertrag abschließt um dich als „verlorenen“ Kunden zu ersetzen. Es ist günstiger, dir schnell noch einen Sonderrabatt einzuräumen und dich zu behalten.

Und genau so funktioniert die Versorgerbranche. Bonus am Anfang und hoffen, dass du als Kunde wieder faul wirst und dauerhaft beim Versorger bleibst.

Wie funktioniert der Wechsel genau?

Wähle aus ob du deinen Stromanbieter* oder deinen Gasanbieter* wechseln möchtest. Der Link führt dich zum Vergleichsportal von Check24. In der Eingabemaske gibst du nun deine Postleitzahl und deinen jährlichen Verbrauch ein. Klicke auf „Vergleichen“ und schon werden dir die günstigsten Anbieter für deine Region angezeigt. Mit den Einstellungen im oberen Bereich kannst du deine Suche noch weiter anpassen. Worauf du dabei unter Umständen achten solltest erfährst du hier.

Es erscheint eine Tabelle mit deinen persönlichen Konditionen. In der linken Spalte stehen deine Kosten pro Jahr. Bitte berücksichtige, dass hier der Bonus bereits abgezogen ist. Das zweite Jahr (ohne Bonus) wird dementsprechend teurer wenn du nicht wieder kündigst. Unter jedem Anbieter findest du die „Preisdetails“ und „Tarifdetails“. Wenn du momentan noch beim Grundversorger angemeldet bist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass dein neuer Anbieter dir nicht nur einen Sofortbonus bietet sondern sogar noch günstiger in den laufenden Kosten als dein bestehender Anbieter ist.

Auch wenn du bereits einen günstigen Versorger hast, lohnt der Wechsel häufig. Ich habe Ende letzten Jahres meinen Gasanbieter gewechselt. Der neue Anbieter hat in etwa die gleichen Tarife wie mein alter Anbieter. Der Wechsel hat sich aber trotzdem gelohnt denn in der vorletzten Woche kamen 120 Euro auf mein Konto geflattert. Eine nette Überraschung wenn man es schon wieder vergessen hat 😉

120 Euro verdienen durch den Wechsel deines Versorgers

Nach der Auswahl des für dich passenden Anbieters, kannst du über einen Klick auf „Weiter“ den Wechsel anstoßen. Folge einfach den Anweisungen der Menüführung. Um es für dich als Kunden einfach zu machen wird jede Bürokratie durch den neuen Anbieter übernommen. Sprich: Der neue Anbieter kündigt für dich deinen laufenden Vertrag und beginnt anschließend zum Laufzeitende mit der Belieferung. Du hast also keinerlei Mehraufwand.

 

Welche Risiken bestehen?

Eigentlich keine. Ein häufiger Irrtum ist die Angst plötzlich in der dunklen kalten Wohnung zu sitzen. Bei einem Wechsel kann es aber nicht passieren, dass du plötzlich ohne Strom oder Gas zu Hause sitzt. Warum? Es wird keine neue Leitung angeschlossen alles bleibt so wie es ist, der Strom kommt weiter aus der Steckdose. Einzig dein Vertragspartner ändert sich. Und selbst wenn hier beim Wechsel etwas schief gehen sollte (was mir bis jetzt noch nie passiert ist), so gibt es doch Gesetze, nach denen die Versorgung immer aufrechterhalten wird.

Fazit:

Das Wetter ist schlecht und du hast absolut nichts Besseres zu tun? Dann ist der beste Zeitpunkt gekommen um deine Versorger zu vergleichen und zu wechseln. Ich verspreche dir, dass sich der Aufwand lohnt. Wenn du deine letzte Abrechnung zur Hand hast, kannst du in weniger als einer Stunde 200 Euro und mehr verdienen. Glaubst du nicht?

Probier es aus:

Wie du noch heute mehr als 200 Euro verdienen kannst: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 3,00 von 5 Punkten, basieren auf 12 abgegebenen Stimmen.

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Arnold Balzer sagt:

Durch Versorgerwechsel einfach 200 Piepen verdienen? Soll DAS ein Geshäftsmodell sein? Nee, das ist MUMPITZ!
Ich hab’s mittlkerweile aufgegeben, die bekannten Verdächtigen zu konsultieren (die sog. Vergleichsportale), die an dem Ganzen auch noch verdienen wollen (= geht auch alles von der ‚generösen‘ Prämie ab), denn mein Ergebnis war immer wieder: ES LOHNT NICHT!

1. Die wenigsten ‚Günstiger‘-Angebote sind koscher, bei denen alle einschränkenden Bedingungen von vornherein offen auf den Tish gelegt werden.
2. Entscheidend ist, wie hoch Grundpreis und kWh-Preis sind. Und diejenigen, die einen hierbei mit niedrigen Tarifen ködern, verlangen zuerst mehrere Hunnis Vorauszahlung. Wenn der Schwindlerverein pleite ist (gibt ja schon einige Beispiele!), sind die erstmal weg und ich lande doch wieder beim regionalen Grundversorger.
3. Beim Wechsel binde ich mich an den Neuen idR für zwei (!) Jahre, dh diesen ‚tollen‘ Wechselbonus von 200 € (wenn’s hoch kommt) kann ich frühestens wieder in 2 Jahren einsacken – also KEIN Geschäftsmodell. (Einfache Rechnung: 200 € sind weniger als 10 € im Monat! Weniger rauchen und/oder bei Aldi statt im Bioladen kaufen spart ERHEBLICH mehr!)
4. Alle sog. Öko-Stromtarife, die ich aus diesen Vergleichsportalen kenne, sind Teuer-stromtarife. Für mich ist das EEG ein politisch-ideologisch oktoyiertes Abzockesystem, das den normalen Verbraucher zwingt, teuer produzierten Wind- und Sonnenstrom bevorzugt abzunehmen, immer wenn Wind weht und die Sonne scheint. In den Zeiten dazwischen haben gefälligst die konventionellen Kraftwerke die Lücke zu füllen, die natürlich viel teurer produzieren müssen als früher wg. des nicht mehr vorhersehbaren Bedarfs. Die linksgrüne Prophezeiung, dass ‚Öko‘-Strom nicht mehr kostet als eine Kugel Eis (Chefideologe Tritt-ihn), stellt sich für jeden, der rechnen kann, als freche Lüge heraus.
5. In unserer Eigentümergemeinschaft schlug der uns bekannte Grünideologe (Dumme finden sich leider überall) vor, den Hausstrom statt wie bisher vom kommunalen Versorger von einem bekannten norddeutschen ‚Öko‘-Anbieter zu beziehen. Als er zugeben musste, dass der Öko-Spaß teurer wird, war der Wechsel-Vorschlag vom Tisch.

Jan sagt:

Hallo Arnold,
nein, das ist natürlich kein „Geschäftsmodell“ sondern einfach nur eine Möglichkeit mit ein wenig Aufwand ein bisschen Geld einzusparen.
Es ist richtig, dass die Portale an der ganzen Geschichte Geld verdienen (nichts ist umsonst). Wenn der Kunde am Ende aber besser dasteht als vorher sehe ich dabei kein Problem.
zu 1. Kann ich so nicht bestätigen. Natürlich macht es immer Sinn die AGB zu lesen, insbesondere den Punkt zum Thema Auszahlung des Bonus. Das versteht sich aber wohl von selbst.
zu 2. Kann ich leider auch nicht bestätigen. Ich zahle monatlich genau in der angemessenen Höhe voraus. Natürlich ist es keine Idee jemanden vollkommen Unbekanntes zu nehmen. Wenn man sich aber an die namenhaften Unternehmen hält kann in meinen Augen nicht viel schief gehen.
zu 3. Wie kommst du darauf? Stell die Suchkriterien einfach so ein, dass die Mindestvertragslaufzeit einfach nur 12 Monate beträgt. Bei einem „Sofortbonus“ wird dieser meist nach wenigen Monaten ausgezahlt.
zu 4. Da stimme ich dir zu.
zu 5. Ich halte auch nichts vom Öko-Strom, das ist in meinen Augen aber kein Argument gegen Vergleichsportale.

Zusammenfassend muss man natürlich ein bisschen aufpassen bei der Wahl eines passenden Anbieters. Die Punkte die du aufzählst stimmen so aber einfach nicht. Allein durch den jährlichen Wechsel zwischen den fünf oder sechs großen Versorgern lässt sich jedes Jahr Geld sparen. Das Risiko sehe ich da eher gering.

VG
Jan

sr sagt:

verdienen? Ja? Ich spar sie doch nur ein. Unter ‚verdienen‘ verstehe ich irgendwie was anderes.

Jan sagt:

Wenn du einen Sofortbonus bekommst, verdienst du sogar etwas. Ansonsten gebe ich dir Recht. Doch fakt ist, dass du am Ende mehr Geld hast als vorher.

Christian sagt:

Hallo Jan,

finde es klasse das du darüber schreibst. Zu oft werden solche „einfachen“ Dinge vernachlässigt. Obwohl hier so ein riesiges Sparpotential liegt. Die Leute wälzen lieber unzählige Prospekte und fahren in 6 verschieden Discounter wegen 5€ Ersparnis. Aber vergessen dabei die Spritkosten und die investierte Zeit.

Danke für die Erinnerung.

Gruß
Christian

Mitleser sagt:

Hallo Jan,

die Tatsache, dass man(n) durch einen Wechsel des Strom- und/ oder Gas-Anbieters einiges an Geld einsparen kann, ist mir zwar nicht neu, hat mich aber daran erinnert, mich auch dieses Jahr wieder damit zu beschäftigen.

Fazit: ich habe zwar keinen Wechsel vollzogen, aber durch einen Anruf bei meinem Anbieter 200 kostenfreie kWh (Kilowattstunden) ergattert. Das entspricht subjektiv einen Monat freien Strom.

Danke für die Erinnerung!

Jan sagt:

Hallo Mitleser, auch das ist natürlich eine Möglichkeit
VG
Jan

Philipp sagt:

Hallo Jan!

Ich hätte auch schon fast gedacht, dass etwas unseriöses kommt. Ich war dann ganz froh als ich den Inhalt gelesen habe.

MFG Philipp

Jan sagt:

Keine Angst 😉 Die Seriosität erhalte ich mir 😉

Hallo Jan,

da hast du je wieder richtig zugeschlagen … bei mir hat der Wechsel nur 180,- Euro eingebracht 😉

Das mit der eigenen Faulheit trifft zu. Hätte mein jetziger Stromanbieter nicht die Preise erhöht, wäre ich auch nicht gewechselt (so wie die letzten 3 Jahre).

Viele Grüße
Anton

Karsten sagt:

Hallo Jan,

als ich die Überschrift gelesen habe, hatte ich schon Angst, dass du unseriös wirst. Aber mit dem Artikel hast du natürlich recht.

Du hast mich auch daran erinnert, dass ich wieder wechseln muss.

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